Onlineportal stimme.de: Impotenz ist selten ..
Onlineportal stimme.de: "Auch seltene Symptome werden zur 'grassierenden Seuche', beispielsweise Impotenz beim Mann oder sexuelle Unlust der Frau."
Mit diesem Satz wird der Wissenschaftsjournalist und Spiegel-Redakteur Jörg Blech zitiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die 'Praktiken' der Pharmaindustrie zu durchleuchten.
Seine wesentliche Grundaussage ist offenbar, daß heutezutage viele eigentlich unbedeutende Beschwerden zu wichtigen Gesundheitsproblemen hochstilisiert werden, um damit den Umsatz von Pharmazeutika anzuregen.
Ich denke, jeder praktische Arzt kann solch einer Analyse zustimmen.
Abgesehen davon, daß ich Impotenz weder als Problemchen, noch als selten bezeichnen würde - darüber war ich gestolpert - ist all dies aus meiner Sicht nicht nur ein Pharma-Thema, sondern ganz generell ein Thema des Komplexes 'Gesundheitsdienstleistungen'.
Alle in diesem Sektor Beschäftigten, ob in Gesundheitsämtern, Medizinischen Fakultäten, Praxen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Pharmaunternehmen oder Krankenversicherungen und Apotheken haben ein Überlebensinteresse daran, Problemchen aufzubauschen. Das sichert öffentliche Gelder, Forschungszuwendungen, Krankenkassenbeiträge und auch zunehmend privat finanzierte Einkäufe von Gesundheitsleistungen und -produkten.
Kurz: Es handelt sich um einen Riesenmarkt, an dem viele partizipieren möchten.
Das eigentlich Problematische daran ist doch nur, daß die Entscheidung über die Verteilung von Geldmitteln in diesem Markt in hohem Prozentsatz nicht vom Verbraucher durch schlichte Nachfrage getroffen wird, sondern von Fachgremien und Fachleuten aufgrund abstrakter Bedarfs- und Notwendigkeitsschätzung. Genau an dieser Stelle setzen Verzerrungen in der "Allokation von Resourcen", wie es Neudeutsch heißt, ein, die Fehlsteuerungen garantieren.
Es ist eben nicht nur die Pharmaindustrie, die sich durch die Besonderheiten dieses Systems kompromitieren läßt, sondern im wesentlichen alle Beteiligten.
Wie auch immer, ich komme demnächst wieder mehr auf die Sache zurück ...
Mit diesem Satz wird der Wissenschaftsjournalist und Spiegel-Redakteur Jörg Blech zitiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die 'Praktiken' der Pharmaindustrie zu durchleuchten.
Seine wesentliche Grundaussage ist offenbar, daß heutezutage viele eigentlich unbedeutende Beschwerden zu wichtigen Gesundheitsproblemen hochstilisiert werden, um damit den Umsatz von Pharmazeutika anzuregen.
Ich denke, jeder praktische Arzt kann solch einer Analyse zustimmen.
Abgesehen davon, daß ich Impotenz weder als Problemchen, noch als selten bezeichnen würde - darüber war ich gestolpert - ist all dies aus meiner Sicht nicht nur ein Pharma-Thema, sondern ganz generell ein Thema des Komplexes 'Gesundheitsdienstleistungen'.
Alle in diesem Sektor Beschäftigten, ob in Gesundheitsämtern, Medizinischen Fakultäten, Praxen, Kassenärztlichen Vereinigungen, Pharmaunternehmen oder Krankenversicherungen und Apotheken haben ein Überlebensinteresse daran, Problemchen aufzubauschen. Das sichert öffentliche Gelder, Forschungszuwendungen, Krankenkassenbeiträge und auch zunehmend privat finanzierte Einkäufe von Gesundheitsleistungen und -produkten.
Kurz: Es handelt sich um einen Riesenmarkt, an dem viele partizipieren möchten.
Das eigentlich Problematische daran ist doch nur, daß die Entscheidung über die Verteilung von Geldmitteln in diesem Markt in hohem Prozentsatz nicht vom Verbraucher durch schlichte Nachfrage getroffen wird, sondern von Fachgremien und Fachleuten aufgrund abstrakter Bedarfs- und Notwendigkeitsschätzung. Genau an dieser Stelle setzen Verzerrungen in der "Allokation von Resourcen", wie es Neudeutsch heißt, ein, die Fehlsteuerungen garantieren.
Es ist eben nicht nur die Pharmaindustrie, die sich durch die Besonderheiten dieses Systems kompromitieren läßt, sondern im wesentlichen alle Beteiligten.
Wie auch immer, ich komme demnächst wieder mehr auf die Sache zurück ...

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